diekleinefraubraun

  • Nutze den Tag!
  • I Verbundenheit
  • I Verbundenheit
  • I Verbundenheit
  • I Verbundenheit
  • I Verbundenheit
  • I Verbundenheit
  • II Geselligkeit
  • II Geselligkeit
  • II Geselligkeit
  • II Geselligkeit
  • II Geselligkeit
  • III Wohltätigkeit
  • III Wohltätigkeit
  • III Wohltätigkeit
  • III Wohltätigkeit
  • Nutze den Tag!

    ist eine Installation zur Langeweile.
    Es werden hier in drei Räumen auf drei verschiedenen fotografischen Medien drei verschiedene Beschäftigungen vorgestellt, denen man nachgehen kann, wenn man gerade nicht schläft, nicht arbeitet, nicht der Muße pflegt, nicht abhängt, Sport treibt oder der Liebe Tribut zollt.



    I Geselligkeit

    Hier werden auf einem Wandteppich aus Blumenoblaten analoge Fotos von Burschenschaftlern Schlagender Verbindungen gezeigt. Portraits, Gruppenportraits, bei der Mensur, zu Pferde, beim Trinkgelage, beim Fasching.


    II Wohltätigkeit

    Hinter einem Vorhang aus Erbsen sieht man Zeitschriften- und Magazinausschnitte mit Prominenten, die kleine schwarze Kinder küssen, Königinnen, die mit Stammesfürstinnen tanzen, Industrielle, die Brunnenbauprojekte eröffnen.


    III Verbundenheit

    An Mobiles befestigte Digifotos schweben im Raum. Sie zeigen alle Schnappschüsse von Menschen, die mit Kopfhörern in oder auf den Ohren, ihr Smartphone bedienen.



    Allen diesen drei Tätigkeiten ist gemeinsam, daß sie in der einen oder anderen Form Sinn stiften sollen, also dem Ausübenden das Gefühl geben, seine Zeit sinnvoll zu gestalten. Bei genauerem Hinsehen fragt es sich jedoch, ob diese Tätigkeiten nicht nur keinen Sinn machen, sondern Unsinn erzeugen.



    Nutze den Tag! ist ein weiterer Teil meiner Installationsreihe zum Gemüt, die ich mit meiner Arbeit zur Geborgenheit Ambulanter Schutzraum 2011 begonnen und mit drei Arbeiten zur Melancholie fortgeführt habe: ausgegraben im Winter 2013, UNVERGESSEN im Sommer 2014 und WAS DIE WÄNDE HÖRTEN im Winter 2014/15.

    Wie ausgegraben ist auch Nutze den Tag! ein kollektives Kunstwerk, bei dem ich gesammelt und geordnet habe, was andere Leute mir schenkten.